
Voice over IP (auch genannt IP-Telefonie) ist das Führen von Telefongesprächen über das Internet. Hierbei werden sowohl die Sprache als auch alle Informationen zur Steuerung (Aufbau der Verbindung) über ganz normale Datenleitungen ausgetauscht.
Angeschlossen werden können neben modernen IP-Telefonen ebenso herkömmliche Standardtelefone (in Verbindung mit Adaptern).
Für die IP-Telefonie sind keine Vermittlungsstellen (wie sie die Deutsche Post in jedem Ort hat) mehr nötig.
Die Sprache wird genauso wie bei analogen Telefonen in elektronische Signale umgewandelt (Mikrophon) und dann sofort sofort digitalisiert und gegebenfalls auch komprimiert (weniger Daten zu senden). Im Anschluss gehen diese Daten in zahlreichen kleineren Datenpaketen über das normale Telefonnetz (Datennetz).
Jeder Gesprächspartner sendet normalerweise alle codierten Gesprächsdaten direkt an an die IP-Adresse seines Gegenübers, dh. der zuständige Voice-over-IP Provider hat nach Vermittlung des Gesprächs keinen "Zugriff" mehr.
Der Datentransport findet mittels RTP (Real-Time Transport Protocol), die Datensteuerung mittel RTCP (RealTime Control Protocol) statt. Das Übertragungsprotokoll ist das UDP (User Datagram Protocol), das ein kleines schnelles Protokoll (ganz im Gegensatz zu TCP, das aufwendiger, und langsamer, aber zuverlässiger) ist.
Die Qualität (Sprachqualität) einer Übertragung ist abhängig von der Übertragungskapazität (normal ca 120 kbit/s) und wird von mittlere Verzögerung, Jitter (Verzögerunsschwankung) und Paketverlustraten maßgeblich beeinflusst.